Steffi und Fredi in Quito
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Ausfuehrlicher lagebericht :)

Liebe Freunde, nun sind fredi und ich seit gut 2 wochen in quito und es kommt uns vor wie eine halbe ewigkeit. wir haben sehr veil glueck gehabt am anfang. wir wurden am flughafen direkt von sehr netten leuten unserer organisation abgeholt worden. bei ihnen verbrachten wir auch die ersten tage von donnerstag bis montag. er ist deutsche, sie ist columbianerin, beide wahnsinnig herzlich, sodass wir uns kaum gegen deren freundliochkeiten wehren koennen. Sie wohnen sehr feudal in einem seitental von quito in einer kleinen hacienda mit 2 pfauen, 2 katzen und drei grossen deutschen doggen, die hammer cool sind. wir haben in den ersten tagen das krankenhaus besucht, wo wir jetzt arbeiten und waren etwas ueberrascht, wie stark sich das stadtbild von norden nach sueden (wo wir wohnen) aendert. in cumbaya, wo die muellers wohnen, gibt es die klassischen hocheingezaeunten wohnviertel, in denen die gut betuchten leben. (Muellers nicht, denn sie haben ja ihre doggen, die zwar nie anschlagen und verpennen, wenn wasn passiert, aber egal... die esten tage haben wir ale moegloichen touri-sachen hier in der gegend abgeklappert: waren auf dem indiomarkt in otavalo und haben jede menge dollars gelassen fuer die schoenen stoffe und teppiche und diesen herrlichen silberschmuck.. (auf anmeldung bringe ich auch gerne was mit- fragt ruhig -no más, wie der quiteño sagt). dann waren am mitad del mundo, wo der 0. Breitengrad verlaeuft, waren am Pululahua Krater, in dem landwirtschaft betrieben wird, und natuerlich zu unserem grosen glueck: auf der 200 Jahre -Unabhaenigkeitsfeier in der altstadt von quito, wo es jede menge buehnen mit einheimischen bands und tanzgruppen gab. allerdings darf man nicht denken, dass dann hier die mega party abgeht...die quiteños sind sehr zurueckhaltend, ein bergvolk eben. sie sind immer sehr skeptisch und man muss sich jedes mal aufs neue ihren respekt und ihre zuneigung erwerben. getanzt wurde nur sehr verhalten, so wie in deutschland ungefair, also nicht von wegen heissbluetige latinos. die menschen hier sehen generell alle wie indios aus. es gibt sehr wenige, die eine helle haut haben und eigentlich alle haben diese hohen wangenknochen und die dicken glatten schwarzen haare und eigentlich begegnet mir niemand auf der starsse, der annaehernd so gross waer wie ich meine angst, dass mich alle anstarren und anquatschen wuerden hat sich gott sei dank nicht bestaetigt. sie schauen zwar alle super neugierig, aber aufdringlich ist niemand. da wir hier allerdings in einem viertel leben, wo sich normalerweise niemals ein tourist verirren wuerde, fallen fredi mit ihren stahlblauen riesenaugen und ich mit meiner groesse und den blonden haaren halt schon extrem auf. meine super-muetze ist sehr praktisch wir wohnen jetzt an einer vierspurigen strasse in dem hospital tierra nueva, wo jedermann fuer geringes endgelt behandelt wird. es gibt hier spezialisierungen jeglicher art im haus. wir wohnen in einem kleinen apartment, fuer 2 dollar p.P. und tag! leider ist es sehr spaerlich moebliert und wir haben keinen tisch oder spiegel. dafuer aber 2 schlafzimmer, ein wohnzimer und eine grosse kueche. alles sehr gross! wir musstem erst mal 4 stunden putzen... die erste woche begann an einem dienstag und leider durften wir in der ersten woche nur bei den zahnaerztinnen hier zuschauen. es ist groesstenteils wirkloch katastrophal wie hier gearbeitet wird...ich schreibe bereits eine liste der worst things ever seen und werde sie demnaechst mal zusammenfassen, lasst mich noch etwas sammeln. daher war es besonders doof, dass wir dabei auch noch zuschaun mussten, waehrend wir dachten, es besser machen zu koennen! zwei tage dieser woche waren wir gott sei dank dann mit einer amerikanischen zahnaerztetruppe in einem kleinen dorf vor quito und haben dort etwas mitgeholfen. das war wahnsinnig spannen! solche muender werde ich mein leben lang wohl nie wieder sehen! der kontakt zu den menschen liess sich sehr gut herstellen, weil alle furchtbar neugierig waren und gerne ein wenig mit uns gequatscht haben. mit den amis war es ausserdem ein riesen spass, weil die super lustig und offen waren und einige junge leute dabei hatten. am wochenende waren wir im cotopaxi nationalpark. der cotopaxi ist der hoechte aktive vulkan der erde, knapp 6000 meter. wir sind mit einer tourigruppe durch diese vulkanlandschaft gefahren und haben nicht schlacht gestaunt. ueberall sah man die spuren der letzten erruption: riesige lavabrocken, tiefe rinnen, durch die sich die lava gen tal gewaelthaben muss und eine feine, aber verdammt hartnaeckige vergattion, die sich auf dieser hoehe durchschlagen kann. am fusse des berges sind wir ausgestiegen und zur huette unterm gipfel ca. 300 hoehenmeter hochgestapft. bei der duennen luft brannten mit ordentlich die lungen. danach sind wir bis auf 5000 meter bis zum gletscher weitergegangen. de blick und das eis waren schwer beeindruckend! danach sind wir mit mountainbikes wieder runtergesaust und ein stueck durch den park bis zu einer lagune. einfach herrlich und ein riesen spass. fredi ist so gerast, dass ich staendig angsterfuellt hinter ihr hergefahren bin und doch recht froh war, dass sie sich nicht das genick gebraochen hatte, waehrend sie aus meinem blickfeld verschwunden war. diese woche war sehr erfolgereich! wir konnten jeden tag behandeln und zwar von 8 bis 17 uhr, was ganz schoen anstrengend ist. und es ist auch nicht immer so einfach alle sachverhalte auf spanisch zu erklaeren, wie zum beispiel verschiedene therapiemoeglichkeiten mit begruendungen bei einer parodontitis apicalis. morgens haben wir zusammen einen stuhl und nachmittags zwei. da kommen wir gut zum arbeiten und haben schon viele erfahrungen im behandeln von mehr oder weniger wiederspenstigen kindern gesammelt. besonders interessant wird es, wenn man sich die muetter zu den kindern anschaut und vermeintliche geschwister, tatsaechlich muetter sind. hier kommt es sehr haeufig vor, dass maedchen mit zwischen 13 und 18 kinder bekommen und da faellt mir doch immer wieder die kinnlade runter, wenn ich nach dem alter der weibsen frage... so, wahrscheinlich koennt ihr alle schon nicht mehr lesen, ich warte gerne bald mit weiteren details auf und freue mich immer sehr ueber nachrichten von zuhause! dieses we fahren wir in den nebelwald, was ich bald berichtn werde! ganz liebe gruesse und eine feste umarmung nach hause!!! Eure steffi
22.8.09 01:32
 


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